Videos online verfügbar machen mit Vimeo

Um eigene Videopräsentationen online verfügbar zu machen, können verschiedene Möglichkeiten genutzt werden. In einem kurzen Video erkläre ich, wie man das Ganze mit Vimeo realisieren kann.

Warum Vimeo statt Youtube?

Vimeo vereint in der kostenfreien Basic-Version die Vorzüge zweier Anwendungsfelder: Zum einen kann man Videos für eine Öffentlichkeit verfügbar machen. Die Reichweite ist zwar nicht so groß wie das möglicherweise bei Youtube der Fall wäre, aber darauf kommt es mir nicht an. Wichtiger ist mir, dass ich zum anderen über den gleichen Videokanal neben den öffentlichen auch Videos passwortgeschützt online stellen, die dann nur für Menschen einsehbar sind, die von mir das Passwort erhalten haben. Wenn ihr mehr erfahren wollt, findet ihr hier einen Vergleich zwischen den beiden Videoplattformen.

Kostenlos Transkribieren mit easytranscript

Als qualitativ Forschender komme ich häufiger in Situationen, in denen in meinen Forschungsvorhaben oder Lehrveranstaltungen Transkripte erstellt werden müssen. Für das Erstellen dieser Abschriften des gesprochenen Wortes von Audioaufzeichnungen ist es hilfreich, eine Software nutzen zu können, bei der man neben der Texteingabe mittels Tasten auf der Tastatur (oder wahlweise auch einen Fußschalter) die Aufnahme starten und pausieren kann, eine Variation der Abspielgeschwindigkeit möglich ist und Zeitmarken gesetzt werden können.

Während es für umfangreiche Forschungsprojekte mit ausreichend finanziellen Ressourcen gut ist, auf Lösungen wie f4transkript zurückzugreifen oder gar die Transkription in Auftrag zu geben, ist es insbesondere bei kleineren Forschungsprojekten oder in der Lehre gut, auf eine freie Software zurückgreifen zu können. Vor einigen Jahren habe ich aus diesem Grund eine Anleitung für die Nutzung von easytranscript geschrieben (auch über heise.de verfügbar), die ich gern hier teilen möchte:

Vorbereitung

Folgende Programme werden für die Transkription benötigt:

  1. easytrascript zum Erstellen von Transcripten
    http://www.e-werkzeug.eu/index.php/de/

  2. VLC-Player (32bit) zum Abspielen der Audio- und Videodateien für die Transkription
    http://www.vlc.de/download/vlc/vlc-2.2.4-win32.exe

  3. pandoc zum Exportieren von Text-Dokumenten aus der Transkript-Datei
    https://github.com/jgm/pandoc/releases/download/1.17.2/pandoc-1.17.2-windows.msi

Installation

Installiere zunächst die Programme easytranscript und VLC-Player nacheinander auf den Rechner. Vor der ersten Verwendung des Programms easytranscript muss der VLC-Player installiert sein. Andersfalls gibt es einen Installationshinweis mit entsprechender Anleitung. Das Programm pandoc wird nur benötigt, wenn das Transkript aus dem Programm easytranscript in ein anderes als das RTF-Format exportiert werden soll.

Erstellen eines Transkriptes

Um ein Transkript zu erstellen, muss zunächst beim Start des Programms der entsprechende Menüpunkt ausgewählt werden. Dort werden dann der Speicherort für die Programmdatei, die zu verwendende Audiodatei als auch der Speicherort für das Transkriptions-Dokument ausgewählt. Dieses Dokument wird vom Programm automatisch im RTF-Format angelegt, welches für die weitere Verwendung in Auswertungsprogrammen wie DokuMet oder MAXQDA am besten geeignet ist. An der ausgewählten Stelle wird ein Ordner erstellt, in dem neben dem Dokument wahlweise auch die Arbeitszeiterfassung für die Transkription abgelegt wird.

Einstellungen

Im Programm selber können Einstellungen für den automatischen Sprecherwechsel, Steuerungstasten, Kurztasten und Zeitmarken  festgelegt werden. Automatische Zwischenspeicherungen sind dort auch einstellbar.

Transkription

Geschwindigkeit und Lautstärke können in einem Menü eingestellt werden, dass über die Tuner-Taste in der Fußleiste erreicht wird. Über die F-Tasten kann die Audiodatei gesteuert werden.

Dateien

Das Transkript wird zunächst in einem programmeigenen Dateiformat erstellt und als RTF-Dokument am gewählten Speicherort abgelegt. Soll nach Abschluss der Transkription zusätzlich ein weiteres Dateiformat exportiert werden, muss dazu zunächst das Programm pandoc installiert werden. Über den Menüpunkt „Dokument exportieren“ im Kontextmenü können dann verschiedene Formate ausgewählt werden. Weitere Informationen zum Export von PDF-Dateien gibt es auf der Programm-Homepage zu finden.

Verwalten von Transkripten in Projekten

Einzelne Transkripte können in einem Projekt verwaltet werden.  Über das Kontextmenü kann dazu der Menüpunkt „Projekt erstellen“ ausgewählt werden. Nach der Auswahl eines Speicherortes können dem Projekt verschiedene Transkripte und Dateien zugeordnet werden. Hier kann auch die Arbeitszeit für ein gesamtes Projekt erfasst werden.

Videos aufzeichnen

Für ein Promotionskolloquium von Prof. Dörner an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg habe ich ein kurzes Einführungsvideo zum Erstellen von Videos mit OBS (Open Broadcast Software) gedreht, das ich gern auch über diesen Kontext hinaus verfügbar machen möchte.

Mir geht es dabei darum zu zeigen, wie man relativ einfach mit OBS ein Lehr- oder Erklärvideo drehen kann, ohne dabei viele Einstellungen verändern zu müssen. Mein Video ergänzt damit die vorhandenen deutschsprachigen Tutorials, indem es OBS gezielt für den Einsatz für Videopräsentationen und Videovorträge beschreibt.

Für diejenigen, die auch mit mehreren Szenen arbeiten wollen, hier weiterführende Erklärungen. Gedreht habe ich das Erklärvideo ebenfalls mit OBS und dafür drei Szenen genutzt:

  • In der ersten Szene zeige ich die Website (Quelle: Fensterfreigabe) zusammen mit einem kleinen Video von mir (Quelle: Videoaufnahmegerät).
  • In der zweiten Szene zeige ich anstelle der Website die Software. Die Szene habe ich als Duplikat der ersten Szene erstellt, sodass das Video von mir in der gleichen Größe und an der gleichen Position zu finden ist. Damit sieht es beim Szenenwechsel so aus, als würde meine Videobild konstant bleiben und nur der Hintergrund sich ändern.
  • In der dritten Szene zeige ich dann anstelle der Software meine Präsentation. Erstellt habe ich die Szene auch wieder als Duplikat der vorherigen, um die Aufteilung der Bildelemente identisch zu lassen.

Wenn es Fragen oder Anregungen gibt, freue ich mich sehr über Kommentare unter diesem Beitrag oder dem Video. Viel Spaß beim Arbeiten mit OBS!

Es hat mich überrollt, ich bin wieder da

Nachdem ich in den ersten Tagen voll Elan war und irgendwie noch Zeit für Beiträge auf diesem Blog aufgebracht habe, hat es mich die Lehre für die nächsten Wochen einfach schlicht überrollt. Von Seminar zu Seminar stieg der Aufwand: Hier muss etwas erklärt werden, dort steht eine falsche Info, hier funktioniert das Tool nicht wie erhofft, dort haben einige keinen Zugriff auf was auch immer. Jetzt die gute Nachricht: Es wurde langsam besser und heute komme ich sogar wieder dazu, ein paar Gedanken loszuwerden.

Diese Gedanken betreffen vor allen die Frage, wie es in meiner Wahrnehmung neben mir eigentlich den anderen so geht, die an den Seminaren teilnehmen: die Studierenden (und, liebe Teilnehmer:innen meiner Seminare, wenn ihr das lest, korrigiert mich bitte!).

Mein Eindruck ist, dass es gleichzeitig mindestens zwei Dinge gibt, mit denen Studierende grad umgehen müsse:

(1) In meinen Seminaren arbeiten wir mit Moodle und es gibt einfach eine riesen Flut von Informationen zu bewältigen. Einzelne berichten davon, dass sie keine Mails mehr von Moodle lesen und sprechen regelmäßig davon, ‚zugespamt‘ zu werden. Bisher ist mir noch keine gute Idee gekommen, wie ich die Informationen so bündeln kann, dass es für alle erträglicher und verarbeitbarer wird und gleichzeitig für mich der Aufwand der Informationsaufbereitung nicht noch mehr steigt.

(2) Wenn die Studierenden den Weg zu den einzelnen Aufgaben gefunden haben, macht die Arbeit großen Spaß und es kommen im Rahmen der Möglichkeiten auch gute Gespräche zu stande – Diskussionen möchte ich das Ganze aber noch nicht nennen. Die Studierenden sind also im Rahmen ihrer jeweiligen zeitlichen und räumlichen Möglichkeiten sehr engagiert und geben sich große Mühe, alles was ich ihnen auftrage nachzuvollziehen, sie sind sehr geduldig mit mir und den Tools.

Was die Diskussionen angeht, so fehlt etwas Wichtiges für meine Veranstaltungen: der unmittelbare Kontakt im gleichen Raum, der eine diskursive Auseinandersetzung, das Ringen um Positionen und das Verteidigen einer Perspektive ermöglicht. In einem Videocall kann ich persönlich nicht die gleiche Schärfe und Provokation einbringen, die für eine Diskussion erforderlich ist. Mir fehlt das Gegenüber. Dadurch entsteht in der Auseinandersetzung mit Texten eine Situation, in der zwar die erste Einarbeitung in den Text gut gelingt und auch schöne Kommentare zu den Texten geschrieben werden, diese aber zu keiner Diskussion führen und damit eine Vertiefung kaum möglich ist. Viel besser bekomme ich es grad noch nicht reflektiert, aber vielleicht weiß ja jemand was ich meine und kann es besser auf den Punkt bringen: Irgendwie laufen wir alle mit großen Schwung auf jeden Text los und werden rasch langsamer und langsamer. An dem Punkt würde ich gern alle in einem Raum versammelt haben und mit Energie und Provokation die Diskussion anheizen – was hoffentlich bald auch wieder möglich sein wird.

Zugang technisch realisiert

Heute haben zwei weitere Veranstaltungen begonnen, die ich als Lehrperson in diesem Semester anbiete. Damit ist der Reigen vollständig eröffnet und in allen Veranstaltungen gab es keine technischen Probleme. Der Eindruck, den ich gestern schon beschrieben habe, hat sich heute also bestätigt. Technisch konnte der Zugang zu den Seminaren realisiert werden. Die kurzen Feedbacks über Menti.com fallen ähnlich aus (die Grafiken spare ich hier daher). Mehrheitlich gehen die Teilnehmer:innen davon aus, gut mit der Medientechnik umgehen zu können und meine Moodle-Kurse sind übersichtlich.

Um den Blick auf die Technik rund zu machen, möchte ich noch auf die Ergebnisse einer Befragung eingehen, die ich im Vorfeld in allen Kursen eingestellt hatte. Dort habe ich die Teilnehmer:innen gebeten, mir Infos zu ihrer individuellen Technikausstattung zu geben. Mit den Daten hatte ich einen ersten Eindruck, inwiefern meine medientechnische Planung zu den Möglichkeiten der Studierenden passt. Für die Auswertung habe ich alle vier Befragungen addiert. Insgesamt haben n=45 Studierende an der Befragung teilgenommen, was einer Rücklaufquote von 82% der derzeit eingeschriebenen Studierenden entspricht. Im folgenden Balkendiagramm sind die relativen Häufigkeiten der Ja-Antworten angegeben.

Befragungsergebnisse (n=45; Angaben in %)

98% der Studierenden verfügen in meinen Seminaren also über einen Computer, den sie ohne Einschränkungen für das Seminar verwenden können. 91% können für das Seminar auf das Internet zugreifen. Niemand gab bei diesen ersten beiden Punkten an, keinen Zugang zu einem Computer oder dem Internet zu haben. Wenn dann wurde eine eingeschränkte Nutzung angegeben (also ‚XY‘ ist teilweise verfügbar). Allein diese Rückmeldung hat mich sehr beruhigt.

80% haben Webcam und Mikrofon bzw. Headset, um mit Bild und Ton an den Videomeetings teilzunehmen. 82% könnten dafür auch ihr Smartphone einsetzen. (Gefragt hatte ich speziell nach der Möglichkeit Skype zu nutzen, gehe aber davon aus, dass auch jede andere vergleichbare App dann nutzbar sein sollte.) 69% der Studierenden hätten außerdem die Möglichkeit, ohne zusätzliche Kosten an einer Telefonkonferenz teilzunehmen. In meiner Planung hatte ich die Möglichkeit vorgesehen, bei technsichen Problemen im Videocall auf die Telefonkonferenz umzuschwenken. Frühzeitig während der Befragung zeigte sich jedoch, dass dies keine Alternative zum Videocall sein würde.

Sowohl mein Eindruck aus den vier Videocalls als auch die Befragungsergebnisse geben mir im Hinblick auf die Technik ein gutes Gefühl. Erst einmal sieht es so aus, dass in den Seminaren jede:r technisch einen Zugang realisieren kann. Gespannt bin ich jetzt, ob der Zugang auch inhaltlich gelingt. Neben mündlichen Rückmeldungen, die ich bei den einzelnen Videocalls geplant habe, werde ich sicherlich nach den ersten zwei bis drei Wochen auch eine kleine Zwischenevaluation einstreuen und als weiteren Gesprächsanlass in den Seminaren und Gelegenheit zur Reflexion hier auf diesem Blog nutzen.

Sollte meinen Beitrag jemand lesen und ebenfalls erste Eindrücke zu der hier angesprochenen Frage gesammelt haben, freue ich mich sehr über einen Kommentar!

Technisch problemlos. Inhaltlich anders.

Der erste Tag mit Seminaren in #Coronazeiten liegt jetzt hinter mir. Mein Fazit ist zweigeteilt und mit der Überschrift zu diesem ersten Tagebucheintrag schon ziemlich gut zusammengefasst. Technisch gab es keine Probleme – zumindest keine die mir kommuniziert wurden. Inhaltlich ist es aber schon anders als sonst, das heißt, im Vergleich zu den Seminare, wie ich sie bisher angeboten habe ist eine ziemliche Umstellung mindestens in meinem Kopf und auch in meiner Didaktik erforderlich.

Technisch problemlos:

Bevor ich etwas genauer noch auf meine Eindrück zum inhaltlichen Teil eingehe, möchte ich kurz den Blick auf die Technik lenken. Erstaunlich war, wie reibungslos der Videocall via Zoom funktioniert hat. Im ersten Seminar waren mit mir insgesamt zehn Personen im Videocall anwesend, im zweiten sogar 22. Bis auf kleinere Herausforderungen zu Beginn (ich hatte vergessen den Teilnehmer:innen freizugeben, dass sie ihr Audio selbstständig wieder aktivieren können) gab es keine Schwierigkeiten. Die kurzen Feedbacks, die ich über ein Mentimeter eingeholt habe, zeigen das ebenfalls (5 von 9 bzw. 15 von 21 Studierenden antworteten).


Auch meine Überarbeitung der Moodlekurse scheint gut funktioniert zu haben. Der technische Weg, den ich eingeschlagen habe, sieht also schon mal ganz gut aus und ich werde diesen Pfad erst einmal so weitergehen.

Inhaltlich anders

Insgesamt bin ich schon davon ausgegangen, dass die Inhalte in diesem Semester auf eine andere Art als sonst be- und erarbeitet werden müssen. Nachdem ich nun einen Eindruck von den ersten Videocalls habe, bin ich mir ziemlich sicher, dass es ganz anders wird als sonst. Während ich üblicherweise in meinen Seminaren ad hoc auf Beiträge von Studierenden eingehe und Inhalte einbringe, erforderlich die gegenwärtige Situation, dass entweder alles vorher geplant ist oder die Studierenden einige Tage warten müssen, bis ich auf Beiträge reagieren kann. Also keine spontanen Einlagen, sondern alles planen und in gut verarbeitbare Stücke bringen. Was in technischen Fächern ganz gut funktionieren mag, ist in einem erziehungswissenschaftlichen Seminar schon eine ziemliche Herausforderung. Ein Weg heraus aus dieser Situation ist es, gar nicht erst in den synchronen Arbeitsphasen auf Inhalte einzugehen, sondern dafür ausschließlich die asynchronen Arbeitsphasen zu nutzen. Ich hatte es ja schon bei der Beschreibung der beiden Arbeitsphasen vermutet, war mir der Wichtigkeit einer strengen Trennung zwischen beiden Phasen aber noch nicht so bewusst.

Und irgendwie bin ich von zwei kurzen Seminaren von jeweils 40 Minuten (und einem weiteren Videocall zwischendurch) ziemlich geschafft und freue mich, dass der Tag im #Homeoffice für heute geschafft ist. Sicher werde ich nach meinen beiden anderen Seminaren morgen noch mal etwas hier schreiben.

Bis dahin wünsche ich mir und allen, die das lesen, einen erholsamen Abend!

Übersichtlichkeit im Moodle-Kurs

Noch bevor die Seminare gestartet sind, habe ich den Eindruck gehabt, dass meine Kursseiten in Moodle extrem unübersichtlich waren. Angestoßen von diesem Gedanken habe ich auf Twitter nach Erfahrungen damit gefragt.

Am Autokorrekturfehler („I’m“ statt „im“) erkenne ich zumindest ganz gut, dass mich die Frage getrieben hat und ich schnell eine Antwort wollte. Nach einigen Replies und Likes gab es dann – kombiniert mit einem Text auf superlehrer.de, den ich zwischenzeitlich im Netz gefundne hatte – auch Antworten, die mich in meinen Überlegungen weitergebracht haben.

Also hab ich mich am Abend daran gemacht und meine Kurse (insgesamt sind es zur Zeit vier) so überarbeitet, dass die nach meiner Einschätzung jetzt so übersichtlich sind wie es in der für mich nutzbaren Moodle-Version und dem Design der jeweiligen Hochschule möglich ist.

Screenshot einer Kursübersicht auf Moodle nach der Überarbeitung (05.04.2020)

Das Bild zeigt die Kursübersicht, also die erste Seite im Moodle-Kurs. Der erste und wichtigste Schritt beim Umbau war die Einstellung, dass jedes Thema im Kurs auf einer Seite angezeigt wird. Standardmäßig ist (zumindest bei mir) eingestellt, dass die Themen auf einer Seite angezeigt werden. Im nächsten Bild habe ich die verschiedenen Teile für diesen Blogeintrag beschriftet. Die Einstellung ist im Bereich für Kurs-Administrator:innen zu finden.

Screenshot einer Kursübersicht auf Moodle nach der Überarbeitung (05.04.2020)

Wichtige Ankündigungen

„Wichtige Ankündigungen“ wird auf allen Seiten angezeigt, also sowohl auf der Kursübersicht als auch den einzelnen Kursseiten. Hier habe ich drei Elemente abgelegt: Ein Ankündigungsforum, in dem nur ich schreiben kann; ein Diskussionsforum, in dem alle schreiben können; und einen Textblock mit dem aktuell wichtigsten Hinweis. Gegenwärtig steht hier eine Erinnerung an den ersten Videocall. (Die Ein- und Ausblendung von Hinweisen könnte, überlege ich gerade, wahrscheinlich gut mit Datum über die Einstellungen des Textblocks gesteuert werden. Es müsste nur die Voraussetzung angelegt werden, dass ein bestimmtes Datum erreicht ist, „ab“ dem der Textblock angezeigz wird und ein weiteres Datum „bis“ zu dem die Anzeige erfolgt. Dann lassen sich Meldungen an dieser Stelle vorprogrammieren und mehrere wichtige Erinnerungen können geplant werden.)

Sichtbare und unsichtbare Kursseiten

Bei den sichtbaren Kursseiten habe ich die bisher geplanten und angelegten Inhalte nach Kategorien unterteilt. Es gibt einen ersten Bereich „Begrüßung und Vorbereitung“, in dem Teilnehmer:innen einen Willkommenstext von mir finden, Hinweise zur Anwesenheitsregelunge, dem Semesterbeginn und meiner Position zum Umgang mit Familien- und anderen Verpflichtungen in #Coronazeiten. Außerdem habe ich in jedem Kurs eine Befragung zur individuellen Technikausstattung erstellt und alle um Teilnahme gebeten. Auf die Ergebnissse werden ich sicher in den nächsten Tagen hier eingehen. Es geht dabei um Fragen der Technikausstattung der Studierenden mit Blick auf die Nutzung von Videocalls bzw. Telefonkonferenzen für die synchronen Arbeitsphasen.

Unsichtbare Kursseiten sind entweder noch im Entwurfsstatus und werden den Teilnehmer:innen erst später freigeschaltet oder es sind Seiten, auf denen ich mir Vorlagen, Notizen u.ä. ablege. In den Einstellungen für den Kurs habe ich angegeben, dass diese unsichtbaren Seiten für Nutzer:innen komplett verborgen sein sollen. Eine andere Möglichkeit ist, ihnen einen Hinweis anzeigen zu lassen.

Terminübersicht

In der Terminübersicht habe ich zum einen die Termine für die synchronen Arbeitsphasen manuell eingefügt. Außerdem werden dort gesetzte Fristen, etwa von Aufgaben angezeigt. Das manuelle Einfügen von Terminen ist etwas versteckt, da es dafür keinen eigenen Eintrag in einem Kontextmenü gibt. Man muss hierzu im Kalender auf einen Monat klicken und gelangt dann auf eine neue Seite. Dort gibt es den Punkt „Neuer Termin“. Klickt man diesen an, gelangt zu einem Eingabefenster. Dort gibt es die Möglichkeit einmalige und sich wiederholende Termine anzulegen. Etwas umständlich finde ich es, dass nur die Häufigkeit der Wiederholungen, nicht aber ein Enddatum eingetragen werden kann. Ist das erledigt, können in der Übersicht aller Termine wieder einzelne Einträge gelöscht werden, etwa bei Feiertagen oder anderen Gründen für Ausfälle.

Besondere Links

Unter den besonderen Links habe ich zwei Textblocks eingefügt. Zum einen wird dort auf meine Calendly-Seite verwiesen, auf der man Besprechungstermine buchen kann. Da ich das Tool in diesem Semester zum ersten Mal nutze, kann ich noch nicht viel zur Praktikablität sagen. Die Funktionen der kostenlosen Version sind aber klasse. Bestimmt werde ich dazu auch noch einen Beitrag schreiben. Zum anderen wird in dem Bereich auf diesen Blog verwiesen. Warum ist die Studierenden auf den Blog explizit hinweise, habe ich an anderer Stelle schon kurz angerissen. Bestimmt werde ich auch darauf in meinem Tagebuch noch näher eingehen, wenn ich erste Erfahrungen gemeinsam mit den Studierenden gesammelt habe.

Einstellungen

In diesem Bereich finden Nutzer:innen die für sie verfügbaren Naviations- und Kurs-Einstellungen. Unter anderem ist hier die weiter oben angesprochene Einstellungsseite zu finden, auf der die Themenansicht umgeschaltet werden kann.

Warum dieses Blog?

Es ist #Coronazeit in Deutschland und die Lehre an den Hochschulen ist für’s Erste nur online möglich. In Sachsen-Anhalt hat der Wissenschaftsminister den offiziellen Semesterstart auf den 20. April 2020 verschoben und die ersten Wochen im April wurden von den beiden Magdeburger Hochschulen zur Testphase erklärt.

Als Mitarbeiter der Universität und externer Lehrbeauftrager der Hochschule betrifft mich diese Änderung direkt. An jeder Hochschule biete in diesem Semester zwei Veranstaltungen an. Die Pläne, die ich mir bisher dafür gemacht hatte, sind nur noch bedingt nutzbar. Und irgendwie verspüre ich auch große Lust, diese besondere Zeit für besondere Weiterentwicklungen in meiner Lehre zu nutzen.

Auf diesem Blog halte ich meine Überlegungen zu Werkzeugen fest und berichte in einem Tagebuch (natürlich in möglichst anonymisierter Form) von meinen Erlebnissen und Erfahrungen mit diesen Werkzeugen in der Lehre. Das sind auch die beiden Ziele, die ich mit dem Blog verfolge: Werkzeuge beschreiben und Tagebuch führen. In erster Linie schreibe ich das für mich. Aber auch den Studierenden in meinen Seminaren kündige ich den Blog an und freue mich über ihre Kommentare und Rückmeldungen zu den einzelnen Beiträgen. Und auch andere Lehrende sind herzlich eingeladen, ihre Anregungen und Gedanken in Kommentaren festzuhalten.

Synchrone und asynchrone Arbeitsphasen

In Lehrformaten, die auf Distanz stattfinden, unterscheide ich zwischen synchronen und asynchronen Arbeitsphasen. Bei der Bezeichnung orientiere ich mich an der Differenz von Kommunikationsformen, die entweder synchron (Livechat, Videocall etc.) oder asynchron (E-Mail, Forum etc.) verlaufen können. Anders als in gewöhnlichen Seminaren mache ich mir dabei das Prinzip des flipped classroom zu Nutze.

Synchrone Arbeitsphase

Die synchronen Arbeitsphasen dienen in meiner Planung im wörtlichen Sinne der Synchronisierung aller Teilnehmer:innen einer Veranstaltung. Realisiert werden die Arbeitsphasen als Videocalls via Zoom. Es sollen Arbeitsstände berichtet, Fragen zu Aufgaben geklärt und weitere Schritte besprochen werden. Bei kleinen Seminargruppe von fünf bis sechs Personen ist es auch noch vorstellbar, auf einzelne Inhalte einzugehen. Je größer die Gruppe allerdings wird, desto weniger erscheint es mir angebracht, noch Inhalte zu besprechen.

Asynchrone Arbeitsphase

Die Arbeit an Inhalten möchte ich primär in asynchroner Formen anbieten. Die Studierenden sollen sich mit Inhalten auseinandersetzen, ohne technisch auf die gleichzeitige Arbeit mit anderen angewiesen zu sein. Für die Texterschließung plane ich kollaboratives Lesen, für die Diskussion werde ich ein Forum in Moodle anbieten. Meine eigene Rolle verstehe ich dabei sowohl als Moderator, der Diskussionen leitet und Priorisierungen vornimmt als auch als Lehrer, der durch sokratische Fragen die Teilnahme aller Studierenden an der jeweiligen Arbeitsphase versucht hochzuhalten.

Wie mir das gelingt, werden die kommenden Wochen zeigen. Hier auf dem Blog werde ich auf jeden Fall meine Eindrücke und Überlegungen versuchen festzuhalten.

Kollaborativ Lesen

Zu gewöhnlichen Zeiten hätte ich in Seminaren Studierende zur Vorbereitung Texte lesen lassen und dann mit ihnen dazu im Seminar diskutiert – gewöhnlich ist die e-teaching.org) auf das Stichwort social reading aufmerksam geworden und habe über notabene (kurz: NB) gelesen (http://nb.mit.edu). Angelegt als Forschungsprojekt am MIT wurde mit der Entwicklung 2012 begonnen. Auf der Github-Page zum Projekt ist als Beschreibung zu lesen:

NB is an online social course materials reader: It allows students to get their questions answered right in the context of their course material.

https://github.com/nbproject/nbproject/wiki (04.04.2020)

Ein Video auf der NB-Website erklärt das Prinzip:

Auch wenn alles stark danach aussieht, dass das Projekt nicht mehr weiterentwickelt wird, funktioniert es in meinen ersten Test so wie es soll. Ich habe einen Account anlegen können, einen classroom eröffnet und einen Text dort als PDF angelegt.

Einsatzidee für die Lehre

Mein Plan für die Lehre ist nun folgender: Statt mit den Studierenden die Texte in einer synchronen Arbeitsphase zu diskutieren, soll die Diskussion auf eine asynchrone Arbeitsphase verlagert werden. Jede:r Studierende bekommt per Moodle die Aufgabe, einen bestimmten Text auf NB zu lesen, per PDF-Annotation inhaltliche Zusammenfassungen zu Absätzen und Kapiteln festzuhalten bzw. Zusammenfassung anderer Leser:innen zu ergänzen. Gemeinsam wird so ein Text mit Kommentierungen zum Verständnis erstellt. Ist etwas unklar, soll die entsprechende Textstelle mit einer Frage annotiert werden. Gerichtet werden soll die Frage an alle. Als meine Aufgabe verstehe ich es dabei, Annotationen wiederum zu kommentieren, dabei weitere Klärungen und Einordnungen vorzunehmen und die Studierenden durch ergänzende Fragen anzuregen, eigene Überlegungen anzustellen.