Zugang technisch realisiert

Heute haben zwei weitere Veranstaltungen begonnen, die ich als Lehrperson in diesem Semester anbiete. Damit ist der Reigen vollständig eröffnet und in allen Veranstaltungen gab es keine technischen Probleme. Der Eindruck, den ich gestern schon beschrieben habe, hat sich heute also bestätigt. Technisch konnte der Zugang zu den Seminaren realisiert werden. Die kurzen Feedbacks über Menti.com fallen ähnlich aus (die Grafiken spare ich hier daher). Mehrheitlich gehen die Teilnehmer:innen davon aus, gut mit der Medientechnik umgehen zu können und meine Moodle-Kurse sind übersichtlich.

Um den Blick auf die Technik rund zu machen, möchte ich noch auf die Ergebnisse einer Befragung eingehen, die ich im Vorfeld in allen Kursen eingestellt hatte. Dort habe ich die Teilnehmer:innen gebeten, mir Infos zu ihrer individuellen Technikausstattung zu geben. Mit den Daten hatte ich einen ersten Eindruck, inwiefern meine medientechnische Planung zu den Möglichkeiten der Studierenden passt. Für die Auswertung habe ich alle vier Befragungen addiert. Insgesamt haben n=45 Studierende an der Befragung teilgenommen, was einer Rücklaufquote von 82% der derzeit eingeschriebenen Studierenden entspricht. Im folgenden Balkendiagramm sind die relativen Häufigkeiten der Ja-Antworten angegeben.

Befragungsergebnisse (n=45; Angaben in %)

98% der Studierenden verfügen in meinen Seminaren also über einen Computer, den sie ohne Einschränkungen für das Seminar verwenden können. 91% können für das Seminar auf das Internet zugreifen. Niemand gab bei diesen ersten beiden Punkten an, keinen Zugang zu einem Computer oder dem Internet zu haben. Wenn dann wurde eine eingeschränkte Nutzung angegeben (also ‚XY‘ ist teilweise verfügbar). Allein diese Rückmeldung hat mich sehr beruhigt.

80% haben Webcam und Mikrofon bzw. Headset, um mit Bild und Ton an den Videomeetings teilzunehmen. 82% könnten dafür auch ihr Smartphone einsetzen. (Gefragt hatte ich speziell nach der Möglichkeit Skype zu nutzen, gehe aber davon aus, dass auch jede andere vergleichbare App dann nutzbar sein sollte.) 69% der Studierenden hätten außerdem die Möglichkeit, ohne zusätzliche Kosten an einer Telefonkonferenz teilzunehmen. In meiner Planung hatte ich die Möglichkeit vorgesehen, bei technsichen Problemen im Videocall auf die Telefonkonferenz umzuschwenken. Frühzeitig während der Befragung zeigte sich jedoch, dass dies keine Alternative zum Videocall sein würde.

Sowohl mein Eindruck aus den vier Videocalls als auch die Befragungsergebnisse geben mir im Hinblick auf die Technik ein gutes Gefühl. Erst einmal sieht es so aus, dass in den Seminaren jede:r technisch einen Zugang realisieren kann. Gespannt bin ich jetzt, ob der Zugang auch inhaltlich gelingt. Neben mündlichen Rückmeldungen, die ich bei den einzelnen Videocalls geplant habe, werde ich sicherlich nach den ersten zwei bis drei Wochen auch eine kleine Zwischenevaluation einstreuen und als weiteren Gesprächsanlass in den Seminaren und Gelegenheit zur Reflexion hier auf diesem Blog nutzen.

Sollte meinen Beitrag jemand lesen und ebenfalls erste Eindrücke zu der hier angesprochenen Frage gesammelt haben, freue ich mich sehr über einen Kommentar!