Technisch problemlos. Inhaltlich anders.

Der erste Tag mit Seminaren in #Coronazeiten liegt jetzt hinter mir. Mein Fazit ist zweigeteilt und mit der Überschrift zu diesem ersten Tagebucheintrag schon ziemlich gut zusammengefasst. Technisch gab es keine Probleme – zumindest keine die mir kommuniziert wurden. Inhaltlich ist es aber schon anders als sonst, das heißt, im Vergleich zu den Seminare, wie ich sie bisher angeboten habe ist eine ziemliche Umstellung mindestens in meinem Kopf und auch in meiner Didaktik erforderlich.

Technisch problemlos:

Bevor ich etwas genauer noch auf meine Eindrück zum inhaltlichen Teil eingehe, möchte ich kurz den Blick auf die Technik lenken. Erstaunlich war, wie reibungslos der Videocall via Zoom funktioniert hat. Im ersten Seminar waren mit mir insgesamt zehn Personen im Videocall anwesend, im zweiten sogar 22. Bis auf kleinere Herausforderungen zu Beginn (ich hatte vergessen den Teilnehmer:innen freizugeben, dass sie ihr Audio selbstständig wieder aktivieren können) gab es keine Schwierigkeiten. Die kurzen Feedbacks, die ich über ein Mentimeter eingeholt habe, zeigen das ebenfalls (5 von 9 bzw. 15 von 21 Studierenden antworteten).


Auch meine Überarbeitung der Moodlekurse scheint gut funktioniert zu haben. Der technische Weg, den ich eingeschlagen habe, sieht also schon mal ganz gut aus und ich werde diesen Pfad erst einmal so weitergehen.

Inhaltlich anders

Insgesamt bin ich schon davon ausgegangen, dass die Inhalte in diesem Semester auf eine andere Art als sonst be- und erarbeitet werden müssen. Nachdem ich nun einen Eindruck von den ersten Videocalls habe, bin ich mir ziemlich sicher, dass es ganz anders wird als sonst. Während ich üblicherweise in meinen Seminaren ad hoc auf Beiträge von Studierenden eingehe und Inhalte einbringe, erforderlich die gegenwärtige Situation, dass entweder alles vorher geplant ist oder die Studierenden einige Tage warten müssen, bis ich auf Beiträge reagieren kann. Also keine spontanen Einlagen, sondern alles planen und in gut verarbeitbare Stücke bringen. Was in technischen Fächern ganz gut funktionieren mag, ist in einem erziehungswissenschaftlichen Seminar schon eine ziemliche Herausforderung. Ein Weg heraus aus dieser Situation ist es, gar nicht erst in den synchronen Arbeitsphasen auf Inhalte einzugehen, sondern dafür ausschließlich die asynchronen Arbeitsphasen zu nutzen. Ich hatte es ja schon bei der Beschreibung der beiden Arbeitsphasen vermutet, war mir der Wichtigkeit einer strengen Trennung zwischen beiden Phasen aber noch nicht so bewusst.

Und irgendwie bin ich von zwei kurzen Seminaren von jeweils 40 Minuten (und einem weiteren Videocall zwischendurch) ziemlich geschafft und freue mich, dass der Tag im #Homeoffice für heute geschafft ist. Sicher werde ich nach meinen beiden anderen Seminaren morgen noch mal etwas hier schreiben.

Bis dahin wünsche ich mir und allen, die das lesen, einen erholsamen Abend!